benedikt steiner

dichtung in sprache, bild & raum

past, present

bilder

gemachte sowie gefundene objekte werden zum zweck der archivierung gescannt und während des vorgangs des scannens mit einem kartondeckel zugedeckt. dadurch entstehen mehrdeutige fotografische gebilde mit geringer schärfentiefe. sie scheinen aus einem dunklen raum hervorzutreten und gleichzeitig in diesen überzugehen; nah und fern, an- und abwesend zugleich. als spuren vergangener gesten, als materialisierte erinnerungen und form gewordene verluste.

„das ist die paradoxe existenzform der photographie: sie ist eine reale irrealität, ein gegenwärtiges abwesendes. ein jetziges vergangenes, etwas, das das reale bannt und zugleich verschwinden lässt.“ (roland barthes: auge in auge, s. 327)

„die spur ist die erscheinung einer nähe, so fern das sein mag, was sie hinterließ.“ (walter benjamin: gesammelte schriften, s. 560)

2018/2022