benedikt steiner

dichtung in sprache, bild & raum

um-arbeiten

ausstellungen

eröffnungsperformance störe meine ordnung

jeweils nur eine person betritt den ausstellungsraum und verändert die position eines objekts der von benedikt steiner komponierten ordnung, vollzieht eine geste der veränderung. die dadurch entstandene um- ordnung gefundener sowie gemachter artefakte bleibt für die dauer der ausstellung bestehen und zeugt von der kontingenz, die jedem ordnungsprinzip innewohnt. es entstehen modelle von bezügen und beziehungen zwischen den für sich stehenden objekten; bezüge, die jeweils auch ganz anders sein könnten.

material: diverse

fotografien einzelheiten, aneignen

das fotografische langzeitprojekt einzelheiten, aneignen versammelt handy-fotografien städtischer umgebungen. es eröffnet eine welt der spuren, die an den menschen erinnert der sie hinterlassen hat, selbst jedoch abwesend bleibt. jedes bild wird durch eine textebene als mischung aus kommentar und titel ergänzt, wodurch zusätzliche (bedeutungs-)räume aufgespannt werden. ein flimmern beginnt zwischen bild und wort, der sinn kippt und das lesbare beginnt über sich selbst hinauszuweisen, hinein in räume jenseits des sichtbaren.

„die zusammenführung von text und bild liefert keine übersetzung des einen mediums in das andere, sondern lässt einen zwischenraum aufscheinen, der jeden versuch, text und bild auf eine identische botschaft hin zu lesen, ins leere laufen lässt.“ (roland barthes: auge in auge, s. 332)

material: papier, digitaldruck, bildaufhänger
je 14,8 x 21

auslage von griesbacher und tafner, wien

2018